Der Sportplatz Paulshöhe ist die älteste Sportanlage in Schwerin. Die erste Bespielung des Geländes erfolgte ab 1900, die Bebauung als fester Sportplatz ab ca. 1903. Paulshöhe war Heimstätte des Schweriner FC 03. Der 1903 gegründete Club gehörte zu den Gründungsmitgliedern des 1904 entstandenen Mecklenburgischen Fußball-Bundes, dessen Meisterschaft er 1905 und 1907 gewann. Der Schweriner FC 03 war maßgeblich durch einen öffentlichen Aufruf an der Gründung beteiligt. 1911 brachte es der für Schwerin spielende Torwart zu Länderspielen für das Nationalteam. Ludwig Bölkow, der Schweriner Ehrenbürger, erinnerte sich in verschiedenen Veröffentlichungen an Paulshöhe daran, dass er als junger Mann auf dem Platz für seinen Verein um Punkte und Siege gekämpft hat.
Die Eröffnung wurde am 20. August 1922 gefeiert. Mit zwei Spielfeldern, einer 400 Meter langen Aschenbahn, mit sechs Tennisplätzen und 33.000 Quadratmetern war Paulshöhe seinerzeit die größte Sportstätte Mecklenburgs. Die Zuschauertribüne wurde um 1924 erbaut und ist somit eine der ältesten erhaltenen in Deutschland. Die Älteste steht derzeit in Köln (1920). Das Torhaus wurde 1927 errichtet.
1938 wurde das erweiterte Vereinsheim mit Gaststätte eingeweiht. 1944 erfolgte durch die Machthaber die Auflösung des Vereins. Der Zweite Weltkrieg hatte den Spielverkehr in Schwerin zum Erliegen gebracht, die Spieler kämpften und fielen an den Fronten, der Fußball verabschiedete sich für wenige Jahre aus dem Leben der Schweriner. Im November 1944 wurden drei Baracken auf dem Sportplatz gebaut. Hier arbeiteten zirka 400 Kräfte für das Werk, größtenteils Zwangsarbeiter, die Uniformen für die Wehrmacht herstellten. Im Sommer 1945 dienten die Baracken dann als Flüchtlingsunterkunft. 1953 gab die Sowjetarmee den Sportplatz an die Stadt zurück.
Eine Erneuerung der Anlage begann noch im gleichen Jahr. 1953 gründete sich Dynamo Schwerin. Die Stehplätze hinter dem Nordtor wurden terrassenförmig für 3000 Zuschauer ausgebaut, an beiden Längsseiten wurden Terrassen für je 1.000 Zuschauer angelegt. Die zweite Spielfläche wurde 1955 der Nutzung freigegeben. Seit Mitte der Sechziger Jahre gehörte Schwerin zu den Spitzenteams der DDR-Liga. Und somit erfuhr auch Paulshöhe Besucherrekorde.
Im September 1949 kamen die Stadtvertreter auf die Idee, einen Kulturpark auf das Gelände zu setzen. Es fehlte jedoch das nötige Geld und so blieb das Stadion erhalten. Nach der Wende wurde in den Sportplatz nicht weiter investiert und ab 2017 soll der Platz, der aktiv bespielt wird, abgerissen werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen in die Refinanzierung eines Sportparks im Stadtteil Lankow fließen, um den Eigenanteil einer Förderung von Seiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern aufzubringen. Alle im Stadtparlament vertretenen Fraktionen stimmten 2010 für das Ende des Traditionsplatzes. Es ist angedacht, den Platz ab dem Jahr 2018 zu planieren und abzureißen. Seit Mai 2017 hat sich ein Aktionsbündnis zusammengeschlossen, das mit Vertretern aus Sport, Kultur und Politik den Erhalt der Sportstätte fordert. Die Initiative nennt sich "Paulshöhe 2018". Quelle: Wikipedia